Spielregeln für das Kartenspiel

 Schwarze Sau

Voraussetzungen:

a)      Anzahl der Spieler: mindestens 3, höchstens 4

b)      Kartenspiel: Skat-Spiel (32 Karten / französisches Blatt)

Vorbereitung:

Gespielt wird mit einem Skat-Spiel (32 Karten, französisches Blatt), einem Blatt Papier (oder einen Block) und einem Schreibgerät (Kugelschreiber, Bleistift o.ä.)

Zu Beginn des Spieles wird ein Schriftführer ernannt, dieser erhält den Block und den Schrift.

Der Schriftführer hat die Aufgabe die Punkte zu addieren und zu notieren.

Idealerweise macht sich der Schriftführer eine Tabelle (siehe Beispiel 1). In dieser kann er den Punktestand untereinander notieren.

Beispiel 1

Uli

Fritz

Guido

Tim

6

/

4

5

 7

3

10

10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Ziel des Spiels :

Ziel des Spiels ist es möglichst wenig Punkte zu bekommen. Derjenige der über 30 Punkte hat ist der Verlierer des Spiels. Sollten mehrere Spieler über 30 Punkte haben hat derjenige verloren, der die meisten Punkte hat! Bei Punktegleichstand (Ü 30) entscheidet der sog. „Achterbrief“ (dazu nachher mehr).

Punkte:

Karo ist jeweils 1 Punkt

Kreuz Bauer ist 2 Punkte

Pik Dame (die sog. Schwarze Sau) ist 5 Punkte

Also kann man in einer Runde max. 15 Punkte (8 x Karo = 8 Punkte, Kreuz Bube = 2 Punkte, Pik Dame = 5 Punkte) erhalten (außer bei „angesagtem Durchmarsch“ (wird nachher noch erklärt)).

 

Kartenreihenfolge:

Die niedrigste Karte ist die 7 gefolgt von der 8, 9, 10, Bauer, Dame, König und die höchste Karte ist das As.

                                            

Beginn des Spiels:

Der Kartengeber mischt die Karten und teilt sie beim linken Spieler beginnend  im Uhrzeigersinn aus. Bei 4 Spielern erhält jeder 8 Karten und bei 3 Spielern erhält jeder 10 Karten. Bei 3 Spielern bleiben 2 Karten übrig. Diese werden verdeckt auf den Tisch gelegt und werden als „Stock“ bezeichnet.

Der Mitspieler links vom Geber beginnt das Spiel mit einer seiner Karten wie z.B. Kreuz 7. Er hat also das „Aufspiel“!

Jetzt müssen alle nacheinander (im Uhrzeigersinn) bedienen. Um auf das Beispiel mit Kreuz 7 zurückzukommen, muß man Kreuz bedienen. Sollte ein Spieler kein Kreuz haben, darf er eine Karte seiner Wahl legen.   

Haben alle Spieler eine Karte gelegt, so erhält der Spieler, der die höchste Karte gelegt und bedient hat, die 4 Karten die von den Spielern gelegt worden sind. Man bezeichnet diese Karten als „Stich“.

Den letzten Stich darf man sich noch mal zeigen lassen!

Jetzt muß jeder seine(n) Stich(e) aufnehmen und seine Punkte zählen (z.B. Uli hat 3 x Karo, 4 x Herz und den Kreuz Bauern. Damit hat Uli insgesamt 5 Punkte. Diese Punkte teilt er nun den Schriftführer mit. Der Schriftführer notiert bzw. addiert jetzt die 5 Punkte von Uli!

Zum Einstieg sollte man so erst einmal ein paar Runden spielen, bevor man zu den „verschärften Regeln“ übergeht.

 

„Sonderspielvarianten“ (verschärfte Regeln):

Die Sonderspielvarianten machen das Spiel „Schwarze Sau“ so richtig interessant.

Es gibt 3 Sonderspielvarianten:

 

Erste Sonderspielvariante „JUNGFRAU“:

„Jungfrau“ bedeutet, dass man keinen Stich erhält. Die „Jungfrau“ zählt aber nur, wenn man diese ansagt. Ansagen darf man diese Sonderspielvariante nur bis der erste Stich umgedreht worden ist. Man muß dann laut und deutlich „Jungfrau“ sagen.

Die anderen Spieler müssen versuchen so zu spielen, dass der Spieler der Jungfrau angesagt hat, einen Stich bekommt. Jeder spielt für sich. Man darf sich nicht untereinander absprechen und die Karten zeigen. Am Tisch muß vor allen Dingen bei dieser Sondervariante Ruhe herrschen.

Schafft derjenige die Jungfrau, so erhält jeder andere 15 Punkte. Schafft er es nicht, bekommt er 15 Punkte.

 

Zweite Sonderspielvariante „DURCHMARSCH“:

Einen „Durchmarsch“ hat man geschafft, wenn man am Ende der Runde alle Stiche erhalten hat. Also alle 32 Karten vor sich liegen hat. Dieses muß nicht vorher angekündigt werden.

Sollte der Spieler alle Stiche bekommen haben, den Durchmarsch geschafft haben, bekommen die anderen wiederum jeweils 15 Punkte.

 

Dritte Sonderspielvariante „ANGESAGTER DURCHMARSCH“:

Diese Sonderspielvariante schafft man sehr selten. Der „angesagte Durchmarsch“ zählt nur wenn man diesen ansagt. Ansagen darf man diese Sonderspielvariante nur bis der erste Stich umgedreht worden ist. Man muß dann laut und deutlich „Durchmarsch“ sagen (wie bei der „Jungfrau“). Einen „angesagten Durchmarsch“ hat man geschafft, wenn man am Ende der Runde alle Stiche erhalten hat. Also alle 32 Karten vor sich liegen hat.

Schafft man den angesagten Durchmarsch, so erhalten die anderen Mitspieler 30 Punkte. Schafft man es nicht, so erhält man selber 30 Punkte.

Ein angesagter Durchmarsch überwiegt immer! (Beispiel: Ein Spieler sagt „Jungfrau“ an und ein weiterer Mitspieler sagt „Durchmarsch“ an, dann muß die Sonderspielvariante „Durchmarsch“ gespielt werden!)

 

Ende des Spiels:

Hat ein Spieler mehr als 30 Punkte, so hat er verloren und muß eine Getränkerunde für alle Mitspieler bezahlen.

Haben mehrere Spieler mehr als 30 Punkte, so ist der Verlierer derjenige, der die meisten Punkte hat.

Bei Punktgleichstand müssen diese Mitspieler einen sog. „Achterbrief“ spielen. Achterbrief bedeutet eine Runde „Tuppen“ mit 8 Karten.